Early Bird oder Nachteule? So findest du die richtige Uhrzeit für dein Training

Vielleicht hast du ihn auch, diesen einen Kumpel, der schon frühmorgens vor der Arbeit seine Joggingrunden dreht, während du noch verschlafen nach den Kaffeepads suchst. Der dir vorschwärmt, wie schön es doch ist, sich schon morgens etwas Gutes getan zu haben. Andere Freunde sagen dir dagegen regelmäßig für die Happy Hour in deiner Lieblingsbar ab, weil sie abends noch trainieren gehen.

 Tja, und irgendwo dazwischen bist du und fragst dich, wer denn jetzt eigentlich recht hat. Was ist denn jetzt besser? Training am Abend oder Training am Morgen und vor allem: Womit erzielt man die besseren Ergebnisse?

Leistungshoch mitten am Tag

Jeder Mensch hat einen etwas anderen Biorhythmus. Manche sind schon sehr früh morgens hellwach, andere fahren erst abends zu Hochtouren auf.

Bestimmt hast du auch schon mal von den sogenannten ‚Lerchen‘ und ‚Eulen‘ gehört. 

Tatsächlich gehören aber nur die Wenigsten in eine dieser beiden extremen Gruppen: Nur etwa jeder fünfte Mensch ist eine nachtaktive  ‚Eule‘ und nur jeder achte Mensch ist eine ‚Lerche‘ und schon frühmorgens fit.

Die Meisten (60-70%) sind irgendwann dazwischen am Leistungsfähigsten. Bei dieser Mehrheit läuft der Körper laut Forschung vormittags zwischen 9 und 11 Uhr und am Nachmittag zwischen 16 und 19 Uhr auf Hochtouren.

Theoretisch ist das die perfekte Zeit zu trainieren. Wer da mit so nebensächlichen Dingen wie Arbeit, Schule, Studium beschäftigt ist, muss jetzt nicht gleich verzweifeln: Auch wer ein bisschen abseits des persönlichen Leistungshochs trainiert, kann immer noch sehr gute Ergebnisse erzielen.

Wichtig ist vor allem, dass du das Training problemlos in deinen Tagesplan integrieren kannst.

Morgens trainieren

Es gibt Menschen, die haben sehr große Probleme morgens aufzustehen, und Menschen, die beim ersten Klingeln des Weckers sofort hellwach sind.

Falls du zur zweiten Gruppe gehörst und morgens einigermaßen enthusiastisch und energiegeladen bist, solltest du versuchen, dich für ein frühes Training morgens aus dem Bett zu quälen.

Ein morgendliches Training bietet viele Vorteile, und wenn du erst mal den Sprung vom Bett in die Turnschuhe geschafft hast, wirst du mit großer Wahrscheinlichkeit bei deinem Sportritual bleiben.

Damit du morgens leichter aus dem Bett kommst, kannst du dir am Vorabend schon ein leckeres Frühstück vorbereiten, das dich motiviert. Oder du stellst dir gnadenlos die Sporttasche vor dein Bett. Das ist zwar weniger freundlich aber mindestens genauso motivierend. 

Das sind die Vorteile, wenn du schon morgens trainierst...

Wer morgens trainiert, hat, schon wenn der Tag beginnt etwas Gutes für sich getan. Menschen, die morgens trainieren, haben das Gefühl, danach leistungsstärker zu sein und tagsüber mehr Energie zu haben. 

Wer morgens trainiert, hat schon einen wichtigen Punkt von der Liste abgehakt, fühlt sich produktiver und schläft abends besser.

Morgens bist du noch fit und ausgeruht, die Geräte sind leer und die Wahrscheinlichkeit, dass dir etwas dazwischenkommt (die eine Aufgabe, die 5 Minuten vor Feierabend reinkommt, der Kühlschrank, der schon seit Tagen leer ist usw.), ist vergleichsweise gering. 

Trainierst du morgens, ist deine Willenskraft besonders stark und dir können solche Hindernisse später egal sein.

Abends trainieren

Wenn du erst später fitter wirst oder dich von deinem Tag abreagieren willst, empfiehlt es sich abends zu trainieren. Damit dein Plan zu trainieren auch wirklich aufgeht, solltest du am besten direkt von der Arbeit weiter ins Gym fahren – wenn du erst mal auf dem Sofa sitzt, ist es nämlich gar nicht so einfach, wieder hochzukommen.

Falls du sehr spät abends trainierst, kann es allerdings passieren, dass du so aufgedreht bist, dass es dir später schwerfällt einzuschlafen. In dem Fall solltest du eher auf ruhigere Sportarten wie ein leichtes Ausdauertraining oder Yoga setzen.

Das sind die Vorteile, wenn du abends trainierst...

Sport statt Sofa oder Bar? Die Entscheidung fällt dir weniger schwer, wenn du einen Kumpel mit zum Training schleppst. So kommst du auch gleich auf deine Portion Social Time und dein Training am Abend kann zum Highlight eines stressigen Tages werden. (Win-Win!) 

Abends hast du außerdem keinen Termindruck; wenn’s heute also besonders gut für dich läuft, kannst du spontan einfach noch eine halbe Stunde hinten dranhängen.

Ob du nun morgens, mittags oder abends trainierst, ist, wie du siehst, gar nicht mal so wichtig. Entscheidend ist, dass du überhaupt trainieren gehst. 

Die Antwort darauf, wann du trainieren solltest, ist deshalb eigentlich ganz einfach: Die beste Uhrzeit um zu trainieren, ist die, die am besten in deinen Tagesplan passt. Je leichter es dir fällt, dein Workout als regelmäßigen Bestandteil in deinen Alltag zu integrieren, desto wahrscheinlicher ist es, dass du auch wirklich dranbleibst. 

Mit einem regelmäßigen Training erzielt man immer noch die besten Ergebnisse – ganz egal zu welcher Uhrzeit.

ELBGYM Lisa: „Ich trainiere am liebsten morgens. Für mich ist das der perfekte Start in den Tag, ich habe den Kopf noch frei, kann mich ganz auf mein Training konzentrieren und genieße diese Ruhe und Zeit für mich. Danach kann kommen was will, ich erspare mir dadurch einfach auch etwas „Freizeitstress“ und kann den restlichen Tag entspannter angehen. Außerdem habe ich das Gefühl durch das morgendliche Training auch direkt mit mehr Energie und Elan in den Tag zu starten.“

ELBGYM Andreas: „Regelmäßigkeit sind das A und O. Für mich sind ganz klar die frühen Nachmittagsstunden die fruchtbarsten um mein Krafttraining durchzuziehen – trotzdem beginne ich meinen Tag früh Morgens mit kurzen Cardioeinheiten (Fahrrad oder Sprints) um einen klaren Start in den Tag zu haben.“

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