Blick in die Zukunft: Wann machen die Fitnessstudios nach Corona endlich wieder auf, und was wird sich ändern?

Am 6. Mai wurde verkündet, dass Fitnessstudios wieder öffnen dürfen. Wann und unter welchen Bedingungen, das hat jedes Bundesland selbst in der Hand. Martin Seibold, CEO von Fitness First und der LifeFit Group, und ELBGYM-Gründer Wilhelm Schröter wagen eine Prognose, wie sich die Fitnessbranche nach Corona verändern wird.

 

Corona und Fitnessstudios – gibt es schon einen Termin, an dem endlich wieder geöffnet wird?

 

Martin Seibold: In Nordrhein-Westfalen sind die Fitnessstudios seit heute geöffnet, in Hessen öffnen sie ab dem 15.05. und auch Niedersachsen und Sachsen sollen noch diesen Monat den Betrieb wiederaufnehmen. Nach den Wochen der Ungewissheit sind wir bei Fitness First froh, nun endlich wieder starten zu können. Wir sind zuversichtlich, dass spätestens im Juni alle weiteren Bundesländer mit der Entscheidung zur Wiedereröffnung folgen werden.

Wilhelm Schröter: Wir können da aktuell leider nur mutmaßen, weil die Entscheidung vom jeweiligen Bundesland getroffen wird. Hamburg mag ja sonst die schönste Stadt sein, aber im Moment wären wir lieber irgendwo in Hessen, oder Nordrhein-Westfalen. Immerhin bewegt sich mit der Wiedereröffnung in anderen Bundesländern etwas.

"Das Training wird erst einmal nicht mehr so sein, wie vor der Schließung", Martin Seibold, CEO von FitnessFirst und der LifeFit Group.

Wie habt ihr die Zeit während der Corona-Schließung genutzt?

 

Wilhelm Schröter: Wie wir ja schon auf Instagram und hier erzählt haben, haben wir unsere Studios in der Zwischenzeit verschönert: Es gibt mehr Spinde, die CrossFit-Box in der City wurde erneuert und wir haben schon mal alle Studios großzügig mit Desinfektionsmittel ausgestattet. Dazu wurden unsere Mitarbeiter geschult – sowohl trainingsspezifisch als auch in Hinblick auf Corona.

Martin Seibold: Wir waren in den letzten Wochen ebenfalls nicht untätig. So haben wir die Clubs auf Vordermann gebracht, Maßnahmen für die Wiedereröffnung entwickelt und unsere Mitarbeiter umfangreich geschult. Es ist uns wichtig, unseren Mitarbeitern und Mitgliedern den größtmöglichen Schutz zu bieten und einen verantwortungsvollen Umgang bei der Arbeit und beim Training im Club sicherzustellen.

 

Wie sehen diese neuen Schutzmaßnahmen und Hygieneregeln aus?

 

Martin Seibold: Wenn die ersten Studios kommende Woche ihre Türen wieder öffnen, wird das Training erst einmal nicht mehr so sein, wie vor der Schließung. So wird es neben den allgemein gültigen Abstands- und Hygieneregeln, unter anderem keinen Körperkontakt, geänderte Geräteanordnungen und Mitgliederbeschränkungen für das Studio geben.

Wilhelm Schröter: Wir haben unsere Studios mit Desinfektionsmitteln aufgestockt und stellen Masken für unsere Mitarbeiter zur Verfügung. Wir haben außerdem schon mal alles für den Fall vorbereitet, dass nur eine begrenzte Zahl an Mitgliedern zeitgleich trainieren kann. Dafür haben wir unsere Trainingsapp erweitert und stellen dort unterschiedliche Trainingsslots zur Verfügung.

Martin Seibold: Das Trainingsangebot wird sich insgesamt verschieben. Von intensiven, schweißtreibenden Trainingseinheiten raten wir ab und empfehlen und schulen unsere Trainer entsprechend. Auch die Infrastruktur im Studio wird eine andere sein, denn Duschen, Umkleiden sowie Schwimmbäder und Wellnessbereiche werden zunächst geschlossen bleiben. Neben vielen weiteren zusätzlichen Maßnahmen, hängt das vollständige Konzept zudem von den behördlichen Auflagen der Bundesländer ab.

 

Hat sich die Fitnessbranche durch das Corona-Virus nachhaltig verändert?

 

Wilhelm Schröter: Wir bemerken an unseren Mitgliedern, dass ihnen das Training bei uns wirklich fehlt. Das bekommen wir in zahlreichen Nachrichten per Social Media zugespielt. Und auch unser Outdoor-Training, das wir seit letzter Woche anbieten dürfen, da wir damit die behördlichen Auflagen nicht verletzen, wird super angenommen. Dafür haben wir schon sehr viel positives Feedback bekommen. 

Martin Seibold: Wir gehen davon aus, dass die Menschen durch Zugangsbeschränkungen und das Verhalten in Zeiten der Corona-Krise zurückhaltender geworden sind. Das erleichtert uns zwar die Einhaltung der Schutz- und Hygienemaßnahmen, bedeutet aber gleichzeitig, dass wir und die gesamte Branche weiterhin mit finanziellen Einbußen zu kämpfen haben. Seitdem die Studios geschlossen sind, konnten Fitnessstudios keine Neumitglieder mehr schreiben. Kosten, wie Miete und Geräteleasing, laufen dennoch weiter. Die gesamte Fitnessbranche, die zuvor geboomt hat, ist eingeknickt und muss sich nun Schritt für Schritt aus der Krise hinausmanövrieren.

 

Während der Schließung haben viele Studios Anleitungen zu Home Workouts gegeben oder Onlinekurse angeboten. Wird sich dieses Ausweichen auf digitale Angebote und Bodyweight Training noch weiter bemerkbar machen?

 

Martin Seibold: Wir werden auch in Zukunft unser Online-Angebot, das wir auch schon vor der Krise hatten, weiter ausbauen. Nichtsdestotrotz glauben wir fest daran, dass die Menschen weiterhin Fitnessstudios besuchen werden. Aktuell zurückhaltender als bisher, aber auch das wird sich wieder ändern.

Wilhelm Schröter: Bei unseren Mitgliedern sind die Home Workouts, mit denen wir sie in der Zeit der Schließung versorgt haben, auf jeden Fall gut angekommen – aber ein Ersatz für das Training bei uns, sind sie trotzdem nicht: unsere Mitglieder sind scharf darauf, bald wieder loslegen zu können. Und uns geht’s genauso. Eines können wir deshalb schon mal verraten: Sobald wir wieder öffnen dürfen, geben wir wie gewohnt alles und haben noch ein paar zusätzliche Überraschungen eingeplant.

 

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